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Liebe NRZler, auch ich erinnere mich gut an die Mondlandung: Unvergesslich ist mir die Nacht vom 20. auf den 21. Juli 1969 geblieben! Ich war damals 15 Jahre alt und alles, was mit dem Thema Weltall zu tun hatte, interessierte uns Jugendliche sehr. In den Wochen vorher waren bereits alle Medien voll mit Berichterstattungen zu diesem Thema und es entstand ein regelrechter Hype (Nannten wir natürlich damals nicht so.) Wir waren tierisch gespannt, was da Unglaubliches passieren würde. Günter Siefahrt, so hieß unser Fachmann für alles Überirdische in der ARD, erklärte uns anhand eines nachgebauten Modells der Landefähre, was da genau auf dem Mond ablaufen sollte. Wir waren stolz darauf, dass unser „Kap Kaminski“ in Bochum, benannt nach dem damaligen Leiter der dortigen Sternwarte, offensichtlich eine wichtige Rolle in der Kommunikation zwischen Erde und Mond spielte. Zudem wurde die Mondrakete auch noch von dem Deutschen Wernher von Braun konstruiert. (Von seinen Verstrickungen im Naziregime haben wir damals nichts gewusst; vielleicht wollten wir das auch gar nicht wissen.) Dann endlich: Der „Adler“ ist gelandet! Ich erkannte auf unserem schon etwas betagten Schwarz-Weiss-Fernseher nur eine Staubwolke, mehr nicht. Dann geschah lange nichts und die Geschichte zog sich bis zum Ausstieg von Neil Armstrong unendlich lange hin. Meine Familie hatte inzwischen aufgegeben und war ins Bett gegangen. Und ich war inzwischen vor dem Fernseher eingenickt; dann hörte ich plötzlich: Sie steigen aus! Im Nu war ich wieder hellwach. Es war inzwischen wohl kurz vor vier Uhr morgens. Der Fernseher zeigte nur Schatten und starkes Licht. War da nicht Bewegung auf einer Leiter zu sehen? Ohne den Kommentar des Moderators hätte ich gar nicht erkannt, was da genau vor sich ging. Dann der legendäre Satz: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit!“ Unfassbar: Der Mensch betritt den Mond! Vielleicht 20 Minuten später folgt dann auch Edwin Aldrin seinem Kommandanten. Aldrin wird immer damit leben müssen, „nur der zweite Mann auf dem Mond“ gewesen zu sein. Noch heute hat der Mond seine Faszination für mich nicht verloren. Wenn ich bei Vollmond mit bloßem Auge die Gebirge auf unserem Trabanten erkennen kann, denke ich immer an die Nacht im Juli 1969.
Bernd Feller, Hünxe |
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